AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Lieferbedingungen für technische Erzeugnisse
(Ausgabe 2014)

1. Allgemeines

1.1
Diese Allgemeinen Verkaufs und Lieferbedingungen gelten für die Verkauf und die Lieferung von Maschinen und technischen Erzeugnissen durch die Studer Maschinenbau AG (ʺLieferantʺ) und sind verbindlich, sofern sie in der Offerte oder in der Auftragsbestätigung als anwendbar erklärt werden oder wenn sie die Parteien schriftlich oder auf andere Weise vereinbart haben. Anderslautende Bedingungen des Bestellers haben nur Gültigkeit, soweit sie vom Lieferanten ausdrücklich und schriftlich angenommen worden sind.

1.2
Alle im Rahmen des Vertrages getroffenen Vereinbarungen und rechtserheblichen Erklärungen der Vertragsparteien bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Schriftform.

2. Offerten und Vertragsabschluss

2.1
Der Vertrag tritt mit beidseitiger Unterzeichnung durch die Parteien rückwirkend auf das Datum der schriftlichen Bestätigung der Bestellung in Kraft, vorausgesetzt, die erforderlichen behördlichen Bewilligungen sowie die vereinbarten Zahlungssicherheiten liegen vor.

2.2
Offerten ohne Annahmefrist sind unverbindlich.

3. Umfang der Lieferungen und Leistungen;  
technische Unterlagen

3.1
Für Umfang und Ausführung der Lieferungen und Leistungen ist nur der Kaufvertrag inklusive Dokumente, auf welche dieser verweist, massgebend. Darüber hinausgehende Lieferungen und Leistungen werden zusätzlich in Rechnung gestellt. Technische Verbesserungen oder Weiterentwicklungen können vom Lieferanten jederzeit vorgenommen werden, sofern diese nicht zu Preiserhöhungen führen.

3.2
Prospekte und Kataloge sind mangels abweichender Vereinbarung nicht verbindlich. Angaben in Plänen, Zeichnungen und technischen Unterlagen sowie Daten in Software sind nur verbindlich, soweit diese einen integrierenden Bestandteil des Vertrages bilden.

3.3
Werden Zeichnungen, Pläne, Software oder andere technische Unterlagen ausgehändigt, so anerkennt der Besteller die damit verbundenen Eigentums- und übrigen Rechte des Lieferanten. Alle solchen Unterlagen sind vertraulich zu behandeln und dürfen ohne vorgängige schriftliche Einwilligung des Lieferanten Dritten nicht zugänglich gemacht werden. Sie dürfen nur für den Zweck, für welchen sie ausgehändigt wurden, und nur in dem zur Vertragserfüllung nötigen Ausmass verwendet werden. Nach Beendigung des Vertrags sind sie auf Wunsch des Lieferanten diesem zurückzugeben oder zu vernichten.

3.4
Umfassen die Lieferungen auch Software, so wird dem Besteller mit dem Vertrag das nicht ausschliessliche und nicht übertragbare Recht zur Benutzung der Software zum vereinbarten Zweck eingeräumt. Der Besteller ist nicht zur Herstellung von Kopien (es sei denn zu Archivzwecken, zur Fehlersuche oder zum Ersatz fehlerhafter Datenträger) oder zur Aktualisierung, Aufrüstung oder sonstiger Erweiterung der Software berechtigt. Der Besteller darf die Software ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Lieferanten weder disassemblieren, dekompillieren, entschlüsseln noch zurückentwickeln. Verletzt der Besteller eine dieser Bestimmungen, so ist der Lieferant berechtigt, das Recht zur Benutzung der Software fristlos zu widerrufen.

4. Vorschriften im Bestimmungsland

Spätestens mit der Bestellung hat der Besteller den Lieferanten schriftlich auf Vorschriften und Normen des Bestimmungslandes aufmerksam zu machen, soweit sie sich auf die Lieferungen und Leistungen und den sicheren Betrieb und/oder auf die Krankheits- und Unfallverhütung auswirken. Ansonsten entsprechen die Lieferungen und Leistungen den Vorschriften am Sitz des Lieferanten.

5. Preise

5.1
Mangels abweichender Vereinbarung verstehen sich die Preise netto, ab Werk gemäss den bei Vertragsabschluss gültigen Incoterms, ohne Verpackung in frei verfügbaren Schweizer Franken und ohne irgendwelche Abzüge. Zur Vertragsabwicklung anfallende Nebenkosten wie für Versicherungen, Transport, behördliche Bewilligungen, Steuern, Zölle, Beurkundungen oder sonstige Abgaben sind vom Besteller zu tragen.

5.2
Steuern, einschliesslich Mehrwertsteuern, Abgaben, Gebühren, Sozialversicherungsbeiträge und dergleichen, welche der Lieferant oder sein Personal im Zusammenhang mit dem Vertrag oder dessen Erfüllung, insbesondere mit Lieferungen und Leistungen ausserhalb der Schweiz, zu entrichten hat, sowie die damit verbundenen administrativen Kosten gehen zulasten des Bestellers. Soweit beim Lieferanten Steuern, einschliesslich Mehrwertsteuern, Abgaben, Gebühren, Sozialversicherungsbeiträge oder dergleichen erhoben werden oder administrative Kosten entstehen, sind diese vom Besteller innerhalb von 30 Tagen nach Vorlage einer Kopie der entsprechenden Dokumente zu erstatten.

5.3
Erhöhen sich zwischen Vertragsabschluss und vertragsgemässer Erfüllung die der Kalkulation zugrunde liegenden Kosten, so ist der Lieferant berechtigt, die in der Auftragsbestätigung genannten Preise entsprechend anzupassen.

6. Zahlungsbedingungen

6.1
Die Zahlungsfrist beträgt jeweils 30 Tage ab Rechnungsdatum. Mangels anderslautender Vereinbarung ist ein Drittel des Preises bei Vertragsabschluss, ein Drittel bei Meldung der Versandbereitschaft, und die Schlusszahlung bei erfolgter Lieferung fällig. Die Zahlungspflicht ist erfüllt, soweit dem Lieferanten an seinem Domizil Schweizer Franken oder die vereinbarte Fremdwährung zur freien Verfügung gestellt sind. Ist Zahlung mittels Akkreditiv vereinbart, so trägt der Besteller die Kosten für die Eröffnung, Avisierung und Bestätigung.

6.2
Die Zahlungen sind am Domizil des Lieferanten zu dessen freien Verfügung ohne Abzug von Skonto, Spesen, Steuern oder Gebühren irgendwelcher Art zu leisten.

6.3
Der Besteller darf Zahlungen wegen Beanstandungen, Ansprüchen oder vom Lieferanten nicht schriftlich anerkannter Gegenforderungen weder zurückbehalten noch kürzen.

6.4
Die Zahlungstermine sind auch dann einzuhalten, wenn der Versand, der Transport, die eventuelle Montage oder Inbetriebsetzung oder die Abnahme der Lieferungen aus Gründen, die der Lieferant nicht zu vertreten hat, verzögert oder verunmöglicht wird oder wenn noch unwesentliche Teile der Lieferungen fehlen oder sich Nacharbeiten als notwendig erweisen, die den Gebrauch der Lieferungen nicht verunmöglichen.

6.5
Werden die erste Rate oder die zu leistenden Sicherheiten nicht vertragsgemäss geleistet, so ist der Lieferant berechtigt, am Vertrag festzuhalten oder vom Vertrag zurückzutreten und in jedem dieser Fälle Schadenersatz, einschliesslich Ersatz für entgangenen Gewinn, zu verlangen. Ist der Besteller mit einer weiteren Zahlung aus irgendeinem Grund im Rückstand oder muss der Lieferant aufgrund eines nach Vertragsabschluss eingetretenen Umstandes ernstlich befürchten, die Zahlungen des Bestellers nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zu erhalten, so ist der Lieferant unbeschadet seiner übrigen Ansprüche berechtigt, die weitere Erfüllung des Vertrages auszusetzen und versandbereite Lieferungen zurückzubehalten, bis neue Zahlungs- und Lieferbedingungen vereinbart sind und der Lieferant genügende Sicherheiten erhalten hat. Kann eine solche Vereinbarung nicht innert einer angemessenen Frist getroffen werden oder erhält der Lieferant keine genügenden Sicherheiten, so ist der Lieferant berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten und Schadenersatz, einschliesslich Ersatz für entgangenen Gewinn, zu verlangen.

6.6
Bei Zahlungsverzug ist der Lieferant unter dem Vorbehalt der Geltendmachung weiterer Ansprüche ohne besondere Mahnung berechtigt, einen Verzugszins von 6 % p.a. geltend zu machen. Die Verpflichtung zur vertragsgemässer Zahlung bleibt bestehen.

7. Eigentumsvorbehalt

Bis zur vollständigen Bezahlung bleibt der Lieferant Eigentümer seiner gesamten Lieferungen. Der Besteller ist verpflichtet, auf seine Kosten die zum Schutz des Eigentums des Lieferanten erforderlichen Massnahmen zu treffen (z.B. Instandhaltung, Versicherung) und sicherstellen, dass der Eigentumsanspruch des Lieferanten nicht beeinträchtigt wird. Insbesondere verpflichtet sich der Besteller, eine in seinem Domizilland für die gültige Errichtung des Eigentumsvorbehalts des Lieferanten erforderliche Eintragung in ein öffentliches Register auf eigene Kosten vornehmen zu lassen. Im Unterlassungsfall wird der Besteller gegenüber dem Lieferanten vollumfänglich haftbar.

8. Lieferfrist

8.1
Die Lieferfrist beginnt nach Vertragsabschluss und dem Eingang der zu diesem Zeitpunkt zu leistenden Zahlungen, der Erledigung behördlicher Formalitäten und der Bereinigung der wesentlichen technischen Belange.

8.2
Die Lieferfrist ist eingehalten, wenn der Lieferant bei deren Ablauf die Versandbereitschaftsmeldung an den Besteller abgesandt hat.

8.3
Die Einhaltung der Lieferfrist setzt die Erfüllung sämtlicher vertraglichen und ausservertraglichen Verpflichtungen des Bestellers gegenüber dem Lieferanten voraus.

8.4
Verzögert sich die Lieferung durch ein Ereignis, welches der Lieferant trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht verhindern kann oder nicht zu vertreten hat, oder verzögert sich die Lieferung durch ein Handeln oder Unterlassen des Bestellers oder durch Nicht- oderverspätete Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten, oder liegt ein Fall höherer Gewalt wie Naturereignis, Epidemie, Krieg, Mobilmachung, politische Unruhen, Embargo, Arbeitskonflikt, Unfall, verspätete oder fehlerhafte Zulieferung von Rohmaterialien, Halb- oder Fertigfabrikaten, Ausschusswerden von wichtigen Werkstücken, behördliche Massnahmen oder Unterlassungen oder ein anderes Ereignis vor, das die Vertragsparteien trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht verhindern können, so verlängert sich die Lieferfrist angemessen.

8.5
Der Besteller hat die Lieferung während der Lieferfrist durch den letzten Frachtführer anzunehmen. Ist der Besteller mit der Annahme der Lieferung in Verzug, so kann der Lieferant dem Besteller eine angemessene Nachfrist setzen und nach deren unbenutztem Ablauf entweder innert einer angemessenen Frist den Rücktritt von Vertrag erklären und Schadenersatz verlangen (positives oder negatives Vertragsinteresse) oder weiterhin die Annahme verlangen.

8.6
Ist statt einer Lieferfrist ein bestimmter Liefertermin vereinbart, so ist dieser gleichbedeutend mit dem letzten Tag einer Lieferfrist; Artikel 8.1 bis 8.5 sowie Artikel 9 sind analog anwendbar.

9. Lieferverzug

9.1
Für verspätete Lieferungen, ab der 3. Verzugswoche, kann der Besteller eine Verzugsentschädigung von höchstens 1/2% für jede volle Woche der Verzögerung bis zu einem Maximum von 5% des Vertragspreises für den verspäteten Teil der Lieferung verlangen, soweit eine Verspätung nachweislich durch den Lieferanten verschuldet wurde und dieser dem Besteller nicht mit einer Ersatzlieferung aushelfen kann.

9.2
Wird das Maximum der Verzugsentschädigung erreicht, hat der Besteller dem Lieferanten schriftlich eine angemessene Nachfrist zu setzen. Verstreicht diese Nachfrist ungenutzt aus Gründen, welche der Lieferant zu vertreten hat, kann der Besteller die verspätete Lieferung ablehnen. Falls eine Teilannahme für den Besteller wirtschaftlich unzumutbar ist, kann er vom Vertrag zurücktreten und geleistete Zahlungen für die vom Rücktritt betroffenen Teile der Lieferungen gegen deren Rückgabe zurückverlangen. Den Lieferanten treffen abgesehen von der Rückgabe der entsprechenden Zahlungen gegen Rückgabe der entsprechenden Lieferungen keine weiteren Pflichten.

9.3
Wegen oder im Zusammenhang mit Verzögerungen in der Erfüllung des Vertrages stehen dem Besteller ausdrücklich und abschliessend die in den Artikeln 8 und 9 genannten Rechte und Ansprüche zu. Weitergehende oder andere Rechte oder Ansprüche des Bestellers sind ausgeschlossen. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht im Falle von grober Fahrlässigkeit oder rechtswidriger Absicht des Lieferanten.

10. Verpackung, Transport und Versicherung

10.1
Die Verpackung erfolgt durch den Lieferanten auf Kosten des Bestellers und wird nicht zurückgenommen, soweit nichts Abweichendes vereinbart wurde. Ist die Verpackung jedoch als Eigentum des Lieferanten bezeichnet worden, so muss sie vom Besteller franko an den Abgangsort zurückgesandt werden.

10.2
Der Transport erfolgt auf Rechnung und Gefahr des Bestellers. Für Beanstandungen hat sich der Besteller an den letzten Frachtführer zu wenden, sobald er die Lieferungen oder Frachtdokumente erhalten hat.

10.3
Die Versicherung der Lieferungen und Leistungen gegen Schäden irgendwelcher Art obliegt dem Besteller auf seine Kosten, auch wenn sie vom Lieferanten auf ausdrückliche Vereinbarung abgeschlossen werden kann.

11. Übergang von Nutzen und Gefahr

11.1
Nutzen und Gefahr gehen spätestens mit Abgang der Lieferungen ab Werk gemäss den zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Incoterms auf den Besteller über.

11.2
Verzögert sich der Versand aus Gründen, welche der Lieferant nicht zu vertreten hat, geht die Gefahr zum Zeitpunkt der ursprünglich geplanten Auslieferung ab Werk auf den Besteller über, und die Lieferungen werden ab diesem Zeitpunkt auf Rechnung und Gefahr des Bestellers gelagert und versichert.

12. Prüfung und Abnahme der Lieferung

12.1
Soweit üblich, prüft der Lieferant die Lieferungen und Leistungen vor dem Versand. Verlangt der Besteller weitergehende Prüfungen, z.B. eine Abnahmeprüfung, so sind diese schriftlich zu vereinbaren und vom Besteller zu vergüten.

 

12.2
Der Besteller prüft die Lieferungen und Leistungen unverzüglich nach deren Erhalt und hat dem Lieferanten allfällige Mängel unverzüglich schriftlich zu rügen. Unterlässt er eine solche Rüge, gelten die Lieferungen und Leistungen als genehmigt.

 

12.3
Soweit der Lieferant die gerügten Mängel zu vertreten hat, wird er diese so rasch wie möglich zu beheben. Der Besteller hat ihm hierzu ausreichende Gelegenheit zu geben. Nach der Mängelbehebung findet auf Verlangen des Bestellers oder des Lieferanten eine Abnahmeprüfung statt, sofern eine solche gemäss Artikel 12.1 vereinbart wurde.

12.4

Wurde eine Abnahmeprüfung gemäss Artikel 12.1 vereinbart, so gilt mangels abweichender Vereinbarung folgendes: Der Lieferant verständigt den Besteller rechtzeitig von der Durchführung der Abnahmeprüfung, so dass dieser oder sein Vertreter daran teilnehmen kann. Über die Abnahme wird ein Abnahmeprotokoll erstellt, das vom Besteller und vom Lieferanten oder von ihren Vertretern zu unterzeichnen ist. Darin wird festgehalten, dass die Abnahme erfolgt ist oder dass sie nur unter Vorbehalt erfolgte oder dass der Besteller die Annahme verweigert. In den beiden letztgenannten Fällen sind die festgestellten Mängel einzeln in das Abnahmeprotokoll aufzunehmen. Wegen geringfügiger Mängel, insbesondere solcher, welche die Funktionstüchtigkeit der Lieferungen nicht wesentlich beeinträchtigen, darf der Besteller die Annahme und die Unterzeichnung des Abnahmeprotokolls nicht verweigern. Der Lieferant wird solche Mängel unverzüglich beheben. Bei schwerwiegenden Mängeln wird der Besteller dem Lieferanten Gelegenheit geben, diese innert einer angemessenen Nachfrist zu beheben. Alsdann findet eine erneute Abnahmeprüfung statt. Zeigen sich bei dieser wiederum schwerwiegende Mängel, so hat der Besteller Anspruch auf die für diesen Fall vereinbarte Entschädigung oder, sofern eine solche Vereinbarung nicht getroffen wurde, auf eine angemessene Herabsetzung des Preises. Sind jedoch die bei dieser Prüfung aufgetretenen Mängel derart schwerwiegend, dass diese nicht innert einer angemessenen Frist behoben werden können und die Lieferungen zum vereinbarten Zweck nicht oder nur in erheblich vermindertem Masse brauchbar sind, so ist der Besteller berechtigt, die Annahme des mangelhaften Teils der Leistungen zu verweigern. Falls eine Teilannahme für den Besteller wirtschaftlich unzumutbar ist, kann er vom Vertrag zurücktreten und geleistete Zahlungen für die vom Rücktritt betroffenen Teile gegen deren Rückgabe zurückverlangen. Den Lieferanten treffen abgesehen von der Rückgabe der entsprechenden Zahlungen gegen Rückgabe der entsprechenden Lieferungen keine weiteren Pflichten.

12.5
Die Abnahme gilt auch als erfolgt, sofern der Besteller oder sein Vertreter an der eventuellen Abnahmeprüfung nicht teilnimmt; sofern die eventuelle Abnahmeprüfung aus Gründen, welche der Lieferant nicht zu vertreten hat, am vorgesehenen Termin nicht durchgeführt wird; sofern sich der Besteller weigert, ein Abnahmeprotokoll zu unterzeichnen; sobald der Besteller die Lieferungen in Betrieb nimmt oder in anderer Weise stillschweigend genehmigt; oder sofern der Besteller die Annahme verweigert, ohne dazu berechtigt zu sein.

12.6
Der Besteller hat wegen oder im Zusammenhang mit Mängeln irgendwelcher Art an Lieferungen oder Leistungen keine weiteren Ansprüche und Rechte ausser den in diesem Artikel 12 und dem nachstehenden Artikel 13 explizit genannten. Weitergehende oder andere Rechte oder Ansprüche des Bestellers sind ausgeschlossen. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht im Falle von grober Fahrlässigkeit oder rechtswidriger Absicht des Lieferanten.

13. Haftung für Mängel; Gewährleistungsfrist

13.1
Die ordentliche Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate (bei Tag- und Nachtbetrieb 6 Monate) und beginnt mit dem Abgang der Lieferungen ab Werk zu laufen. Im Falle der Verzögerung des Versandes aus Gründen, welche der Lieferant nicht zu vertreten hat, läuft die Gewährleistungsfrist längstens 18 Monate nach Meldung der Versandbereitschaft durch den Lieferanten. Für Teile, die während der Gewährleistungsfrist ersetzt oder repariert werden, beginnt die Gewährleistungsfrist neu zu laufen und dauert 6 Monate ab Mängelbehebung oder Abnahme, höchstens aber bis zum Ablauf einer Frist, die das Doppelte der ordentlichen Gewährleistungsfrist beträgt.

13.2
Falls der Besteller oder Dritte an den Lieferungen unsachgemässe Reparaturen oder Änderungen ohne vorgängige Einwilligung des Lieferanten vornehmen, erlischt die Gewährleistungsfrist vorzeitig. Ebenso erlischt die Gewährleistungsfrist vorzeitig, wenn der Besteller bei Eintritt eines Mangels nicht umgehend alle notwendigen Massnahmen zur Schadenminderung trifft, oder wenn der Besteller dem Lieferanten die Gelegenheit zur Mängelbehebung nicht umgehend gibt.

13.3
Auf schriftliche Mängelrüge unverzüglich nach Entdeckung des Mangels und anschliessende oder gleichzeitige schriftliche Aufforderung des Bestellers ist der Lieferant verpflichtet, Teile seiner Lieferungen, die infolge schlechten Materials, mangelhafter Konstruktion oder Fabrikation während der Gewährleistungsfrist nachweislich schadhaft oder unbrauchbar werden, nach seiner Wahl so rasch wie möglich zu ersetzen oder zu reparieren. Der Besteller hat dem Lieferanten hierzu ausreichende Gelegenheit zu geben. Ersetzte Teile kann der Lieferant zurücknehmen und diese werden in diesem Fall sein Eigentum. Der Lieferant trägt die in seinem Werk anfallenden Kosten der Nachbesserung. Erfolgt die Nachbesserung auf Verlangen des Bestellers ausserhalb des Werkes, so gehen dadurch verursachten Kosten, wie z.B. Transportkosten, Reise- und Aufenthaltskosten sowie ausserhalb der Schweiz anfallende Steuern, Abgaben und Gebühren zulasten des Bestellers.

13.4
Zugesicherte Eigenschaften sind nur solche, welche im Vertrag oder zugehörigen Spezifikationen oder Pflichtenheften explizit als solche bezeichnet sind. Die Zusicherung gilt längstens bis zum Ablauf der Gewährleistungsfrist. Der Nachweis der zugesicherten Eigenschaften erfolgt bei der eventuellen Abnahmeprüfung. Sind die zugesicherten Eigenschaften nicht oder nur teilweise erfüllt, hat der Besteller zunächst einzig einen Anspruch auf Nachbesserung durch den Lieferanten und bietet dem Lieferanten hierzu Gelegenheit. Gelingt die Nachbesserung nicht oder nur teilweise, hat der Besteller Anspruch auf die für diesen Fall vereinbarte Entschädigung oder, sofern eine solche Vereinbarung nicht getroffen wurde, auf eine angemessene Preisminderung. Bei schwerwiegenden Mängeln, welche nicht innert angemessener Frist behoben werden können und welche die Brauchbarkeit der Lieferungen oder Leistungen zum vereinbarten Zweck erheblich mindern oder verunmöglichen, kann der Besteller die Annahme des mangelhaften Teils verweigern. Ist dem Besteller eine Teilannahme wirtschaftlich nicht zumutbar, kann er vom Vertrag zurücktreten und geleistete Zahlungen für die vom Rücktritt betroffenen Teile gegen deren Rückgabe zurückverlangen. Den Lieferanten treffen abgesehen von der Rückgabe der entsprechenden Zahlungen gegen Rückgabe der entsprechenden Lieferungen keine weiteren Pflichten.

13.5
Die Gewährleistung und Haftung des Lieferanten sind ausgeschlossen für Mängel und Schäden, die auf natürlichen Verschleiss, mangelhafte Wartung, Missachtung von Betriebsvorschriften, überm.ssige Beanspruchung, ungeeignete Betriebsmittel, chemische oder andere Umgebungseinflüsse, nicht vom Lieferanten ausgeführte Arbeiten oder andere Gründe zurückzuführen sind, welche der Lieferant nicht zu vertreten hat.

13.6
Für Lieferungen und Leistungen von Subunternehmern, die vom Besteller vorgeschrieben werden, übernimmt der Lieferant die Gewährleistung ausschliesslich im Rahmen der Gewährleistungsverpflichtungen des betreffenden Subunternehmers.

13.7
Im Falle mangelhafter Beratung und dergleichen oder Verletzung irgendwelcher Nebenpflichten haftet der Lieferant gegenüber dem Besteller ausschliesslich bei grober Fahrlässigkeit oder rechtswidriger Absicht.

13.8
Der Besteller hat keine weiteren Ansprüche und Rechte aus Gewährleistung, Mängelhaftung oder Fehlen zugesicherter Eigenschaften als die in diesem Artikel 13 und dem nachstehenden Artikel 14 explizit genannten. Weitergehende oder andere Rechte oder Ansprüche des Bestellers sind ausgeschlossen. Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht im Falle von grober Fahrlässigkeit oder rechtswidriger Absicht des Lieferanten.

14. Generelle Haftungsbegrenzung und Ausschluss weiterer Haftung des Lieferanten

14.1
Für alle in diesen Bedingungen nicht explizit genannten Fälle der Nicht- oder Schlechterfüllung, welche auf ein Verschulden des Lieferanten zurückzuführen sind, hat der Besteller dem Lieferanten eine angemessene Nachfrist zur Vertragserfüllung zu setzen. Verstreicht diese auf Grund eines Verschuldens des Lieferanten unbenutzt, so kann der Besteller für die betroffenen Lieferungen und Leistungen vom Vertrag zurücktreten. Falls eine Teilannahme für den Besteller wirtschaftlich unzumutbar ist, kann er vom Vertrag zurücktreten und geleistete Zahlungen gegen die Rückgabe erfolgter Teillieferungen zurückverlangen. Entsteht dem Besteller nachweislich ein Schaden, so ist der Schadenersatzanspruch limitiert auf 10% des Preises für die vom Vertragsrücktritt betroffenen Lieferungen und Leistungen. Ferner sind bei einem Rücktritt die Bestimmungen des nachfolgenden Artikels 14.2 entsprechend anwendbar. Den Lieferanten treffen davon abgesehen keine weiteren Pflichten.

14.2
Mangels abweichender Vereinbarung sind alle Fälle von Vertragsverletzungen und deren Rechtsfolgen sowie alle Ansprüche und Rechte des Bestellers, unabhängig von deren Rechtsgrund, in diesen allgemeinen Lieferbedingungen abschliessend geregelt. Alle anderen oder darüber hinausgehenden Ansprüche sind wegbedungen. So sind alle nicht explizit genannten Schadenersatzansprüche, Preisminderungen oder Vertragsaufhebungen/-rücktritte ausgeschlossen. Keinesfalls hat der Besteller Anspruch auf Ersatz von Folgeschäden wie Produktionsausfall, eingeschränkte Nutzung, Verlust von Aufträgen Dritter, Ansprüche Dritter (z.B. auf Konventionalstrafe), entgangener Gewinn, andere indirekte oder mittelbare Schäden oder Schäden, die nicht an den Lieferungen selbst entstanden sind, gleichgültig aus welchem Rechtsgrund solche Schäden geltend gemacht werden. Die Haftung des Lieferanten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag oder dessen nicht gehöriger Erfüllung ist insgesamt beschränkt auf den vom Besteller bezahlten Preis für die ausgeführten Lieferungen. Dieser Haftungsausschluss gilt nicht, soweit ihm zwingendes Recht entgegensteht.

14.3
Ausdrückliche Vorbehalte des Personals des Lieferanten gegenüber Anordnungen, Weisungen oder Massnahmen des Bestellers oder bezüglich tatsächlicher Verhältnisse können schriftlich oder mündlich erfolgen und gelten als Abmahnung durch den Lieferanten, was den Lieferanten von jeder Haftung befreit.

15. Rückgriffsrecht des Lieferanten

Werden durch Handlungen oder Unterlassungen des Bestellers oder dessen Hilfspersonen Personen verletzt oder Sachen Dritter beschädigt und wird der Lieferant hierfür in Anspruch genommen, so steht diesem ein Rückgriffsrecht auf den Besteller zu.

16.Vertragsauflösung durch den Lieferanten

16.1
Treten unvorhergesehene Ereignisse ein, welche die wirtschaftliche Bedeutung oder den Inhalt der Lieferungen erheblich verändern oder auf die Vertragserfüllung durch den Lieferanten erheblich einwirken, oder erweist sich die Ausführung der Lieferungen nachträglich als ganz oder teilweise unmöglich, so wird der Vertrag angemessen angepasst. Soweit dies wirtschaftlich nicht vertretbar ist, steht dem Lieferanten das Recht zur Auflösung des Vertrages oder der betroffenen Vertragsteile zu.

16.2
Beabsichtigt der Lieferant eine Vertragsauflösung, so hat er dies nach Erkenntnis der Tragweite des Ereignisses unverzüglich dem Besteller mitzuteilen, und zwar auch dann, wenn zunächst eine Verlängerung der Lieferfrist vereinbart wurde. Im Falle einer Vertragsauflösung hat der Lieferant Anspruch auf Vergütung für die erbrachten Lieferungen. Schadenersatzansprüche des Bestellers sind wegbedungen.

17. Exportkontrolle

Der Besteller anerkennt, dass die Lieferungen den schweizerischen und/oder ausländischen gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften über die Exportkontrolle unterstehen können und ohne Ausfuhr- bzw. Wiederausfuhrbewilligung der zuständigen Behörde weder verkauft, vermietet noch in anderer Weise übertragen oder für einen anderen als den vereinbarten Zweck verwendet werden dürfen. Der Besteller verpflichtet sich, solche Bestimmungen und Vorschriften einzuhalten. Er nimmt zur Kenntnis, dass diese ändern können und auf den Vertrag im jeweils gültigen Wortlaut anwendbar sind. Die Lieferungen dürfen, weder direkt noch indirekt, in irgendeiner Weise im Zusammenhang mit der Konstruktion, der Herstellung, der Verwendung oder der Lagerung von chemischen, biologischen oder nuklearen Waffen oder Trägersystemen verwendet werden.

18. Datenschutz

Der Lieferant ist berechtigt, im Rahmen der Abwicklung des Vertrages personenbezogene Daten des Bestellers zu bearbeiten. Der Besteller ist insbesondere damit einverstanden, dass der Lieferant zur Abwicklung und Pflege der Geschäftsbeziehungen solche Daten auch Dritten in der Schweiz und im Ausland bekanntgeben wird.

19. Schlussbestimmungen

19.1
Änderungen des Vertrages, inklusive dieses Artikels 19.1, bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

19.2
Sollte sich eine Bestimmung dieser Bedingungen als ganz oder teilweise unwirksam erweisen, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die Parteien verpflichten sich, diese Bestimmung durch eine neue ihrem rechtlichen und wirtschaftlichen Erfolg möglichst nahekommende, zulässige Vereinbarung ersetzen.

20. Gerichtsstand und anwendbares Recht

20.1
Ausschliesslicher Gerichtsstand ist am Sitz des Lieferanten, sofern diesem Gerichtsstand kein zwingender Gerichtsstand entgegensteht. Der Lieferant ist jedoch auch berechtigt, den Besteller an dessen Sitz zu belangen.

20.2
Das Vertragsverhältnis unterliegt dem materiellen schweizerischen Recht. Die Anwendbarkeit des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf vom 1. April 1980 (sogenanntes „Wiener Übereinkommen") wird ausgeschlossen.